Staplertagung



Tagungen



 
Stand: 30.JUN.16


 
www.jungheinrich.de :: Jungheinrich AG
www.still.de :: STILL GmbH
mtl.hsu-hh.de :: Lehrstuhl für Maschinenelemente und Technische Logistik www.linde-mh.de :: Linde Material Handling GmbH


 

6. Hamburger Staplertagung am 20. Juni 2006

Den Flyer zur Tagung gibt es hier (PDF/338kB).
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Presse: Presseberichte | Pressemitteilung

» Presseberichte

Pressebericht der Zeitschrift   iVT - Industrial Vehicle Technology International 2007  (PDF/705kB)
Pressebericht der Zeitschrift   Mensch & Technik (VDI/VDE), IV 2006  (PDF/290kB)
Pressebericht der Zeitschrift   f+h, Oktober 2006  (PDF/463kB)

» Pressemitteilung

6. Hamburger Staplertagung - ein rundum gelungenes Expertentreffen

Mit über 300 registrierten Teilnehmern verzeichnete die diesjährige Hamburger Staplertagung, die am 20. Juni an der Helmut-Schmidt-Universität stattfand, erneut einen Besucherrekord. Neben der Teilnehmerzahl belegt auch die Teilnahme von Top-Managern und Fachexperten aus Industrie und Wissenschaft die wachsende Bedeutung der Hamburger Staplertagung. Basis für diesen Erfolg sind das aktuelle, anspruchsvolle Vortragsprogramm mit innovativen Themen, hochkarätigen Referenten aus Wissenschaft und Praxis sowie die hervorragende Möglichkeit für Staplerhersteller, Komponentenlieferanten, Betreiber und Forscher sich auszutauschen und miteinander zu vernetzen. Zu Letzterem laden insbesondere die parallel zu den Vorträgen angebotenen Intensivdiskussionen mit den Referenten und das abschließende Get-together im Laboratorium der Professur ein.

Das Vortragsprogramm mit einem ausgewogenen Themenmix machte eindrucksvoll deutlich, dass trotz der langen Entwicklungsgeschichte und des hohen technischen Reifegrades von Flurförderzeugen auch heute noch Innovationen in allen Bereichen in und um das Flurförderzeug möglich sind.

Vollkommen neue Fahrzeugkonzepte, wie die Schubstapler von Linde und den Drehkabinenstapler von Jungheinrich, stellte Dr. Rinck, Bereichsvorstand der Linde AG, in seinem Einführungsvortrag neben vielen anderen neuen Entwicklungen vor. Dass sich revolutionäre Konzepte wie der Drehkabinenstapler durchaus in der rauhen betrieblichen Praxis bewähren und sich die höheren Investitionen amortisieren beschrieb Josef Lackerbauer Logistikleiter BMW Regensburg.

Wesentlich zur Weiterentwicklung der Flurförderzeuge tragen aber auch Komponenteninnovationen bei. Innovative Komponenten, die auf der Tagung vorgestellt wurden, sind ein Lasthalter für kleine Rollpaletten und ein Condition Monitoring System für Hydraulikflüssigkeiten um eine zustandsorientierte Instandhaltung zu realisieren. Ferner stellte Herr Dr. Riegel seine Vision für den Übergang von der heute üblichen Einzelbatterie über hybride Energieversorgungssysteme bis zur Brennstoffzelle vor. zu einem hybriden Energieversorgungssystem vor.

Um mit dem hohen Innovationstempo Schritt halten zu können, werden neue insbesondere computergestützte Methoden und Werkzeuge eingesetzt. Dr. Scheunemann von der STILL GmbH zeigte wie sich ein dieselelektrischer Antrieb mithilfe des Rapid Control Design schneller und sicherer entwickeln und auslegen lässt. Auch Fahrsimulatoren, die in anderen technischen Bereichen wie der Luft- und Raumfahrttechnik und der Automobilindustrie seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt werden, erhöhen die Entwicklungsqualität von Flurförderzeugen. Dieses zeigte Dr. Harnisch am Beispiel der Entwicklung eines neuen Bedienkonzeptes für Gegengewichtstapler. Ein praktisches „Erfahren“ war nach dem Vortrag auf dem aufgebauten Fahrsimulator möglich und wurde ausgiebig genutzt.

Einen weiteren Innovationsbereich stellt die Integration der Flurförderzeuge in das übergeordnete logistische System dar. Auf der Tagung wurden hierzu zwei vollkommen unterschiedliche Aspekte beleuchtet. Zum einen die rasante Weiterentwicklung der RFID-Technologie, die es auch beim Einsatz von Flurförderzeugen ermöglicht, den Material- und Informationsfluss zusammenzuführen. Professor Overmeyer präsentierte hierzu seine Idee vom Stapler als mobiles RFID-Gate. Zum anderen zeigte Herr Dr.Schmalzl, dass auch im Einsatzumfeld von Flurförderzeugen noch Verbesserungspotenzial steckt. So schlägt er vor, die Qualitätsvorgaben für die Böden auf denen Schmalgangstapler eingesetzt werden, gezielt zu verbessern.

Essenziell für die Entwicklung und Umsetzung technischer Neuerungen ist ein intensiver Informationsaustausch zwischen den Herstellern und den Betreibern. Um diesen Aspekt Rechnung zu tragen, kamen auf der Tagung auch zwei Betreiber zu Wort. Außerdem zeigt sich, dass die gemeinschaftliche Forschung unter Einbeziehung von Lieferanten, Herstellern, Universitäten und Betreibern eine immer größere Bedeutung bekommt.

Zwei wichtige Trends zogen sich wie rote Fäden durch alle Vorträge: Steigende Energiekosten fordern erstens effizientere Antriebssysteme mit reduziertem Energieverbrauch; zweitens rückt das Gesamtsystem Fahrzeug-Fahrer-Umwelt in den Vordergrund, womit beispielsweise Sicherheitsanforderungen und die ergonomische Bedienung des Staplers an Bedeutung gewinnen.

Die Hamburger Staplertagung wird alle zwei Jahre vom Lehrstuhl für Maschinenelemente und Technische Logistik (MTL) der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg in Kooperation mit der STILL GmbH und der Jungheinrich AG ausgerichtet.
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