Staplertagung



Tagungen



 
Stand: 30.JUN.16


 
www.jungheinrich.de :: Jungheinrich AG
www.still.de :: STILL GmbH
mtl.hsu-hh.de :: Lehrstuhl für Maschinenelemente und Technische Logistik www.linde-mh.de :: Linde Material Handling GmbH


 

8. Hamburger Staplertagung am 17. Juni 2010

Den Flyer zur Tagung gibt es hier (PDF/206kB).
ProgrammTeilnehmerVorträgeImpressionenPresse
Für Vertreter der Presse und anderer Informationsmedien stehen hier die aktuellen Pressemitteilungen zur Verfügung. Sollten Sie Probleme mit den Datenformaten haben, senden Sie uns bitte eine E-Mail.

Presse: Presseberichte | Pressemitteilung

» Presseberichte

Pressebericht der Zeitschrift   Hebezeuge Fordermittel, Berlin, 50-2010, S.344-345  (PDF/679kB)
Pressebericht der Zeitschrift   dhf intralogistik, Juli-August 2010, S.26  (PDF/290kB)

» Pressemitteilung

Hamburg, 18. Juni 2010

8. Hamburger Staplertagung bietet den Teilnehmern mit breitem Themenspektrum viele wertvolle Informationen


An der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg fand am 17. Juni 2010 die 8. Hamburger Staplertagung statt. Die Tagung wird vom Lehrstuhl für Maschinenelemente und Technische Logistik in Kooperation mit den Flurförderzeugherstellern STILL, Jungheinrich und Linde veranstaltet. Mit einem Übersichtsvortrag und acht Fachvorträgen auf hohem fachlichen Niveau ist die Hamburger Staplertagung auch in diesem Jahr ihrem Anspruch als bedeutende Fachtagung für Flurförderzeugtechnik im deutschsprachigen Raum gerecht geworden.

Die Hamburger Staplertagung gab einen Überblick über die Forschungsaktivitäten an den Hochschulen, über aktuelle Entwicklungen der Zulieferindustrie und die Highlights technischer Innovationen der OEMs. Darüber hinaus bot sie den Teilnehmern in den Pausen und beim abendlichen Get Together vielfältige Möglichkeiten Kontakte zu knüpfen und zu pflegen.

Der Bogen der Vortragsthemen war wie immer weit gespannt. Er reichte von Megatrends über energieeffizientere Antriebe, Ergonomie, Sicherheit und RFID bis zur Standardisierung von Software. Prof. Willibald Günthner, Leiter des Lehrstuhls Fördertechnik Materialfluss und Logistik der TU München machte in seinem Übersichtsvortrag deutlich, dass das einzige Beständige die Veränderung ist. Die Schlagworte Individualisierung, Volatilität, Digitalisierung, Technologie, Verstädterung, demographische Entwicklung, Umweltschutz und Ressourcenknappheit charakterisieren Megatrends und stellen auch die Flurförderzeugindustrie vor vielfältige und große Herausforderungen.

Das Thema Umwelt- und Ressourcenschonung wurde auch in verschiedenen Fachvorträgen aufgegriffen. Dr. Albert Stoll zeigte in seinem Vortrag eindrucksvoll, dass die Optimierung von Komponenten und Subsystemen nach wie vor großes Potenzial zur Steigerung der Energieeffizienz bietet. So konnte der Kraftstoffverbrauch eines Linde-Staplers durch die Optimierung der Arbeitshydraulik um beachtliche 15-20 % verringert werden. Erhebliche Reduzierungen des Kraftstoffverbrauchs und der CO2 Emission lassen sich auch durch die Hybridisierung des Fahrantriebs erreichen. Die Vor- und Nachteile verschiedenster Konzepte für Hybridantriebe im Gabelstapler werden daher in letzter Zeit heftig diskutiert. Toyota hat als erster Hersteller Tatsachen geschaffen und einen Serienstapler mit Hybridantrieb Ende 2009 in Japan auf den Markt gebracht. Zur Frage, wann die Markteinführung in anderen Regionen erfolgen wird, konnte Franz Josef Tolle allerdings noch keine verbindlichen Angaben machen. Energieeffizienz und Leistungsfähigkeit müssen nach Sebastian Riedmaier von Jungheinrich nicht zwangsläufig einen Zielkonflikt bilden. Er demonstrierte dieses am Beispiel der intelligenten Lagernavigation auf Basis von RFID für Jungheinrich-Kommissionierstapler.

Aber auch der Mensch in seiner Funktion als Fahrer von Flurförderzeugen bildete einen Schwerpunkt der diesjährigen Tagung. In einem Vortrag mit dem anschaulichen Titel "Kaum höher, aber breiter und runder" zeigte Norbert Vogt von der Christian Albrechts Universität zu Kiel, dass sich nicht nur die Waren, Technologien und Prozesse in kurzer Zeit verändern sondern auch Form und Maße der menschlichen Körper. Unabhängig von Form und Größe werden die Fahrer jedoch durch die Schwingungen der Flurförderzeuge im Betrieb körperlich stark beansprucht. Gabriel Fischer von der TU München stellte die in einem Forschungsprojekt gewonnenen Erkenntnisse zu dieser aktuellen Fragestellung vor.

Das Thema Sicherheit war ebenfalls Gegenstand der Tagung. Christian Schmidt von der Robert Bosch GmbH griff das in den letzten Jahren viel diskutierte Thema der Kippstabilität von Gegengewichtstaplern auf und stellte ein neues System zur Kippvermeidung vor, bei dem zusätzlich zur bekannten automatischen Bremsung bei zu schneller Kurvenfahrt aktiv in die Lenkung eingegriffen wird. Aber auch durch die Automatisierung altbewährter Funktionselemente kann die Sicherheit der Fahrer oder von Personen im Umfeld deutlich verbessert werden. Die neue elektrische Feststellbremse von STILL, die von Dr. Ludger Frerichs vorgestellt wurde, ist hierfür ein exzellentes Beispiel.

Standardisierung wird von kreativen Entwicklern oft als Einschränkung empfunden. Dennoch stellt sie einen wichtigen Eckpfeiler effizienten arbeitsteiligen Wirtschaftens dar. Dr. Roman Cunis von der ServiceXpert GmbH verstand es, mit seinem Vortrag die Bedeutung der Standardisierung von Software für mechatronische Systeme in Flurförderzeugen anschaulich und überzeugend zu vermitteln. Wie in vielen anderen Bereichen der Flurförderzeugtechnik übernimmt auch hierbei die Automobilindustrie eine Vorreiterrolle.

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