Staplertagung



Tagungen



 
Stand: 30.JUN.16


 
www.jungheinrich.de :: Jungheinrich AG
www.still.de :: STILL GmbH
mtl.hsu-hh.de :: Lehrstuhl für Maschinenelemente und Technische Logistik www.linde-mh.de :: Linde Material Handling GmbH


 

9. Hamburger Staplertagung am 19. Juni 2012

Die Broschüre zur Tagung gibt es hier (PDF/968kB).

Forschungskatalog Flurförderzeuge 2012

Aktuelle Projekte im Kurzporträt
Dieser (durch Hebezeuge Fördermittel erstellte) Forschungskatalog entstand anlässlich der 9. Hamburger Staplertagung, die am 19. Juni 2012 in Hamburg stattfand. Er stellt im Kurzporträt 15 laufende oder innerhalb der vergangenen fünf Jahre abgeschlossene Forschungsprojekte mit Bezug zu Flurförderzeugen vor.
(Quelle: hebezeuge-foerdermittel.de)

Forschungskatalog auf hebezeuge-foerdermittel.de lesen »
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Presse: Presseberichte | Pressemitteilung

» Presseberichte

Pressebericht der Zeitschrift   Flurförderzeuge 2012/2013, Berlin, S.8-9  (PDF/3,90MB)
Pressebericht der Zeitschrift   logistikjournal, 05/Oktober 2012, S.28-29  (PDF/3,65MB)

» Pressemitteilung

9. Hamburger Staplertagung - das traditionelle Branchentreffen in der Elbmetropole

Über 200 Teilnehmer kamen zu dem vom Lehrstuhl für Maschinenelemente und Technische Logistik der Helmut-Schmidt-Universität in Zusammenarbeit mit den Flurförderzeugherstellern Linde, Jungheinrich und Still veranstalteten Expertentreffen am 19. Juni 2012 nach Hamburg. Die thematischen Schwerpunkte der diesjährigen Tagung waren die Automatisierung, die Umweltverträglichkeit sowie die Antriebe und die Räder von Flurförderzeugen.

Zunächst gab Jan-Bert Knoef in seinem Einführungsvortrag einen Überblick über Megatrends, die die Entwicklung der Flurförderzeuge zukünftig prägen werden. Dabei wurde unter anderem deutlich, dass sich die Flurförderzeughersteller zunehmend in einem Spannungsfeld zwischen regional- und einsatzspezifischen Spezialgeräten und flexibel einsetzbaren Universalgeräten bewegen werden. Nach Knoef wird außerdem die Volatilität der Märkte infolge der globalen Vernetzung der Wirtschaft weiter zunehmen. Dieses stellt einerseits die Produktion der Flurförderzeuge vor große Herausforderungen, bietet aber andererseits auch neue Chancen im Markt. Denn Herstellern, denen es gelingt Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die den Kunden helfen flexibel und wirtschaftlich auf starke Schwankungen des Marktes zu reagieren, werden deutliche Wettbewerbsvorteile haben.

Die Flurförderzeug-Experten des Programmausschusses waren sich bei der Festlegung des Vortragsprogramms darüber einig, dass der Druck zur Automatisierung von Flurförderzeugen deutlich zugenommen hat. Deshalb wurde die „Automatisierung“ erstmalig zu einem Schwerpunkt der Staplertagung mit insgesamt drei Vorträgen gemacht. In dem ersten Fachvortrag stellte Frank Hohenstein vom Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik FML der TU-München eine vergleichende Bewertung der vielfältigen technischen Möglichkeiten zur permanenten Lokalisierung von Staplern während des Betriebes vor. Im zweiten Fachvortrag von Gerard Lacher wurde am Beispiel des STILL PalletShuttlle gezeigt, wie automatisierte Fördertechnik mit manuell bedienten Flurförderzeugen erfolgreich kombiniert werden kann. Dass aber auch fahrerlose Transportsysteme auf eine bereits fünfzigjährige Entwicklungsgeschichte zurückblicken können, zeigte Waldemar Osterhoff von E&K Automation. Als besonders innovatives technisches Element hob er eine neu entwickelte 3D-Palettenerkennung hervor.

Das hochaktuelle Thema „Nachhaltigkeit“ war ein weiterer Schwerpunkt der diesjährigen Hamburger Staplertagung. Den ersten Vortrag zu diesen Themenblock hielten Dr.-Ing. Andreas Kühn von KION und Timo Schilling vom MTL gemeinsam. Dr. Kühn informierte die Teilnehmer zunächst über die aktuellen und zukünftig zu erwartenden gesetzlichen Vorgaben in Bezug auf die Umweltverträglichkeit von Flurförderzeugen. Um sich hierauf angemessen vorzubereiten, haben die deutschen Flurförderzeughersteller ein öffentlich gefördertes Gemeinschaftsforschungsprojekt zur Untersuchung der Umweltaspekte von Flurförderzeugen initiiert. Dieses vom MTL  durchgeführte Forschungsprojekt stellte Timo Schilling im zweiten Teil des Vortrags vor. Als erster Flurförderzeughersteller hat Jungheinrich bereits für seine Flurförderzeugbaureihen eine Ökobilanz nach ISO 14040 durchgeführt, worüber Michael von Forster in seinem Vortrag berichtete. Übereinstimmend wurde in beiden Vorträgen gezeigt, dass ca. 80 % der durch Flurförderzeugen hervorgerufenen CO2-Emissionen in der Betriebsphase entstehen. Der wichtigste Hebel zur Reduzierung der CO2-Emissionen ist daher die Verringerung des Energieverbrauchs durch effizientere Antriebssysteme. Hierzu gab Libor Wilda vom JULI Motorenwerk nicht nur einen umfassenden Überblick über die Bauformen von Elektromotoren sondern zeigte auch Ansatzpunkte zur Steigerung der Energieeffizienz auf. Die Möglichkeit den Energiehunger der Elektromotoren durch den Einsatz von Permanentmagneten im Stator zu verringern, ist jedoch aufgrund der hohen Preise für seltene Erden zumindest zurzeit nicht wirtschaftlich. Im letzten Vortrag stellten Dr.-Ing. Wahlmüller und Hannes Schöbel gemeinsam den Praxiseinsatz von Linde Flurförderzeugen mit einem Brennstoffzellen-Energiespeicher von Fronius einschließlich der erstmaligen Indoor-Betankung von Wasserstofffahrzeugen vor. Laut Schöbel geht man bei Linde davon aus, dass bis 2030 sehr unterschiedliche Antriebssysteme und Energiespeicher wie Verbrennungsmotoren, Bleisäureakkus, Lithiumionenakkus, Hybridantriebe und Brennstoffzellen in Flurförderzeugen zur Anwendung kommen werden.

Die Reifen von Flurförderzeugen stellen ein bisher unterschätztes Schlüsselelement dar. Denn als Bindeglied zwischen dem Fahrzeug und dem Boden beeinflussen sie entscheidend die Fahrsicherheit und den Fahrkomfort. Die Relevanz des Reifens für die Fahrsicherheit wurde von Nils Busch in seinem Vortrag über die dynamischen Eigenschaften und die Modellierung von Superelastikreifen für Gegengewichtsstapler aufgegriffen. Er berichtete dabei über die von ihm durchgeführten experimentellen Untersuchungen des Reifenverhaltens und dessen Modellierung mithilfe eines künstlichen neuronalen Netzes für die MKS- Fahrdynamiksimulation. Die Reifen werden jedoch nicht nur erforscht, sondern auch mit zusätzlichen Funktionalitäten versehen. Florian Bär vom Institut für Transport und Automatisierungstechnik der Leibniz Universität Hannover erläuterte in seinem Vortrag ein Konzept für die Integration von Sensoren in die Reifen. Die Sensoren können für die laufende Messung der Temperatur im Rahmen und der Radlast genutzt werden. Die Messwerte werden dabei per Funk vom Reifen zum Fahrzeug übertragen.

Die 10. Hamburger Staplertagung findet im Juni 2014 wieder an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg statt. Informationen hierzu finden Sie ab Mitte 2013 unter www.staplertagung.de

Presse-Rückfragen bitte an
Christopher Klitsch
Fon: +49 40 6541-3602
Fax: +49 40 6541-2095
E-Mail: staplertagung@hsu-hh.de

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